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FAQs zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Alle FAQs zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg" (PDF, 620 KB, nicht barrierefrei)

Ausgewählte Fragen und Antworten zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg“

Das Programm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ verfolgt das Ziel, den Übergang von Kindern bzw. Familien in das Regelsystem der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung vorzubereiten bzw. zu erleichtern. Um Synergieeffekte zu schaffen, können Angebote im Rahmen des Bundesprogramms grundsätzlich auf bestehenden Initiativen und Angeboten vor Ort aufbauen bzw. diese auch inhaltlich oder räumlich erweitern, sofern sie dem Programmziel dienlich sind. Die einzelnen Projekte müssen dabei sowohl inhaltlich als auch finanztechnisch klar voneinander abgrenzbar sein.

Der Zugang zur Kindertagesbetreuung ist für den Erfolg des Programms eine wichtige Voraussetzung. Deshalb soll jedes Angebot, welches im Programmverlauf umgesetzt wird, mit einer Anker-Kita kooperieren. Dafür sollten die jeweiligen Kindertageseinrichtungen möglichst früh in die Konzeption der Angebote eingebunden werden. Dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • Die zusätzlichen, durch das Programm geförderten Fachkraftstellen für den Kita-Einstieg sind in einer Kindertageseinrichtung beschäftigt und realisieren die Einstiegs-Angebote. Wichtig ist hier eine klare Trennung der Aufgabenbereiche. Die zusätzlichen Fachkräfte dürfen nicht zur Abdeckung des „normalen“ Kita-Betriebs eingesetzt werden, sondern sollen zusätzliche Angebote für den Kita-Einstieg realisieren. Das können auch gemeinsame Aktivitäten mit den Regelgruppen sein. Einstiegs-Angebote, die in einer Kindertageseinrichtung stattfinden, unterscheiden sich von den regulären Plätzen insofern, als dass sie sich an eine klar definierte Zielgruppe richten und temporär angelegt sind.
  • Auch für Angebote, die außerhalb von Kindertageseinrichtungen umgesetzt werden, ist eine Kooperation mit einer oder mehreren (nahe gelegenen) Anker-Kita(s) unerlässlich. Die Kooperation stellt sicher, dass die Einstiegs-Angebote z. B. über gegenseitige Besuche oder Hospitationen die Gelegenheit haben, Kontakte mit einer Kita zu knüpfen und erste persönliche Begegnungen zu ermöglichen.

Über eine Kooperationsvereinbarung mit einer Anker-Kita oder einem Träger von Kindertageseinrichtungen wird sichergestellt, dass die Ausführenden der Angebote die Gelegenheit haben, sich regelmäßig mit den Ausführenden in einer Kita auszutauschen. Die Kooperationsvereinbarung selbst muss erst bei der Planung eines jeden Angebots gemeinsam mit der beteiligten Kita ausgearbeitet und verschriftlicht werden. Sie hält Eckpunkte der Zusammenarbeit fest und benennt Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner.

Für jedes Einstiegs-Angebot, das im weiteren Programmverlauf umgesetzt wird, ist eine schriftliche Kooperationsvereinbarung mit einer Anker-Kita zu schließen.

Durch das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ können keine neuen Kita-Plätze geschaffen oder finanziert werden. Im Rahmen der Förderung durch das Bundesprogramm können aber z. B. Welcome-Gruppen für geflüchtete Kinder aufgebaut werden mit dem Ziel, diese mittelfristig in reguläre Plätze umzuwandeln. Die Schaffung neuer Kita-Plätze wird mit den Investitionsprogrammen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.

Das hängt davon ab, wo und wie oft die Angebote stattfinden, z. B. ob diese in einer Kindertagesstätte, einer Flüchtlingsunterkunft oder einem Nachbarschaftszentrum angeboten werden. Die örtliche Koordinierungs- und Netzwerksstelle prüft die Erfordernisse im Einzelfall gemeinsam mit dem Jugendamt.

Nein, das Programm richtet sich an nicht-schulpflichtige Kinder im Alter von null Jahren bis zum Schuleintritt. An den Angeboten, die sich an die ganze Familien richten, können selbstverständlich auch ältere Geschwisterkinder teilnehmen.

Es sollen Angebote umgesetzt werden, die Kindern und Familien, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden, den Einstieg in das deutsche System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung erleichtern. Allgemeine Angebote zur Integration, bspw. Sprachkurse sind nicht förderfähig. Eine beispielhafte Darstellung von Angeboten finden Sie im Dokument „Darstellung von möglichen Angeboten im Bundesprogramm Kita-Einstieg“ (PDF, 550 KB, nicht barrierefrei).

Es gibt keine Vorgaben zur Anzahl beteiligter Kinder. Da in der Regel vier halbe Fachkraftstellen eingerichtet werden sollen, wird die Realisierung von i. d. R. drei bis vier Angeboten möglich sein. Zusätzlich können über die Projektmittel weitere Angebote finanziert werden. Dies wird empfohlen, um eine den Zielen des Bundesprogramms „Kita-Einstieg“ angemessene Wirkung im Sozialraum zu entfalten.

Grundsätzlich sollen sich die Angebote an den Bedarfen vor Ort orientieren. Wenn sich diese ändern, sollten sich auch die Angebote anpassen. Ebenfalls ist es möglich, dass Angebote ihre ursprünglich festgelegten Ziele nicht erreichen. In diesem Fall ist es wünschenswert, dass nachgesteuert wird und die Erkenntnis über die initiale Fehlkonzeption eines Angebots sowohl im Konzept als auch im programmbegleitenden Monitoring aufgeführt wird.

Die Entscheidung über das zu beschäftigende Personal soll in Abhängigkeit von den geplanten Angeboten erfolgen. Neben der Entwicklung neuer Angebote können auch bestehende Angebote ausgebaut sowie inhaltlich-konzeptionell erweitert werden. In diesem Zuge ist es möglich, Personal, das bereits eingestellt ist, im Stundenumfang aufzustocken. Nicht möglich ist hingegen die Substitution einer bereits bestehenden, finanzierten Fachkraftstelle über das Bundesprogramm.

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