Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Über das Programm

Gute Kindertagesbetreuung ermöglicht gleiche Chancen für alle Kinder. Bisher profitieren jedoch nicht alle Familien gleichermaßen von Kindertagesbetreuung als Form der frühen Bildung. Im April 2017 ist deshalb das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestartet, welches diese Zielgruppe in den Blick nimmt.

Mit dem Programm fördert das Bundesfamilienministerium niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten. An mehr als 200 geförderten Standorten werden dazu vielfältige Anregungen, Aktionen und Wege erprobt und umgesetzt. Diese klären die Familien zum Beispiel über die Möglichkeiten der frühen Bildung in Deutschland auf, vermitteln erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung und bauen Vorbehalte gegenüber Kitas und Kindertagespflegestellen ab. Die teilnehmenden Standorte erhalten dafür von 2017 bis 2020 eine Förderung für eine Koordinierungsstelle, Fachkräfte für die Umsetzung der Angebote sowie zusätzliche Projektmittel. 

Im Fokus des Bundesprogramms stehen Kinder und Familien, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden. Dies können Familien sein, die von Armut, Bildungsbenachteiligung, mangelnden Sprachkenntnissen oder stark belasteten Sozial- und Wohnräumen betroffen sind. Auch Kinder mit Fluchthintergrund finden bislang – trotz des bestehenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz - nur schwer Zugang zur Kindertagesbetreuung. Dabei profitieren gerade sie vom Besuch einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle, denn unter Kindern lernen sie schnell die deutsche Sprache und knüpfen Kontakte.

Die Angebote des Bundesprogramms „Kita-Einstieg“ können direkt in Kindertageseinrichtungen, aber auch in Gemeinschaftsunterkünften, in Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern, in Nachbarschaftszentren oder innerhalb des Quartiersmanagements eingerichtet werden. Damit die Angebote in einer Region aufeinander abgestimmt sind und gute Brücken in die reguläre Kindertagesbetreuung bilden, werden sie durch die Träger der öffentlichen Jugendhilfe gesteuert und koordiniert. Diese arbeiten dabei eng mit anderen Akteurinnen und Akteuren zusammen. Dies ist maßgeblich für den Erfolg des Bundesprogramms „Kita-Einstieg“.

Zu den Akteurinnen und Akteuren zählen zum Beispiel:

•    Kindertageseinrichtungen
•    Fachberatungen
•    Träger von Kindertageseinrichtungen
•    Kindertagespflegepersonen
•    Jobcenter und Agenturen für Arbeit
•    Träger von Erst- und Gemeinschaftsunterkünften
•    Träger von Integrationskursen
•    Fortbildungseinrichtungen und Qualifizierungsträger
•    Mehrgenerationenhäuser
•    lokale Bündnisse für Familie
•    weitere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner

Die Angebote sind in die Entwicklungen vor Ort eingebunden. Das bedeutet, dass sie auf bestehenden Qualitätsstandards aufbauen und in kommunale Handlungsstrategien eingebettet sind sowie zugleich im Sozialraum (weiter)entwickelt werden.

Weitere Informationen

Flyer zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Infoblatt zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ (PDF, 65 KB, nicht barrierefrei)

Darstellung von möglichen Angeboten im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ (PDF, 550 KB, nicht barrierefrei)

Fördergrundsätze zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ (PDF, 244 KB, nicht barrierefrei)

FAQs zum Bundesprogramm „Kita Einstieg“

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