Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

„Wir werden 200 unterschiedliche Brücken in frühe Bildung bauen“

Auftakt des Bundesprogramms „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

„Sie sind die Säulen des Programms – wir brauchen Ihren Einsatz, Ihre Offenheit und Ihren Mut für neue Brücken in die frühe Bildung.“ Mit diesen Worten begrüßte Nicole Thieme, Referentin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Auftaktkonferenz im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“.

Neben fachlichem Input gab es am 16. und 17. Oktober 2017 in der Historischen Stadthalle in Wuppertal vor allem viel Gelegenheit zum Austausch. Die Vertreterinnen und Vertreter der bereits gestarteten Standorte nutzten die Konferenz, um sich zu vernetzen und neue Ideen für die Arbeit vor Ort zu gewinnen.

Vielfältige Ideen für den Kita-Einstieg

Einig waren sich alle: Es gibt nicht nur ein Rezept für den Kita-Einstieg. Jeder Standort muss für sich herausfinden, wie die Zielgruppen vor Ort erreicht werden können, welche Angebote dafür geeignet sind und welche Akteurinnen und Akteure dabei unterstützen können. Erste Ideen zeigen, welch vielfältige Angebote im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ bereits entwickelt werden. So sollen zum Beispiel Koffer-Kitas und Spielmobile entstehen oder auch eine Willkommens-App.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Plenum
Referentinnen und Referenten
Workshop

Prof. Dr. Timm Albers von der Universität Paderborn erläuterte in seinem Vortrag, warum die Kooperation mit weiteren Akteurinnen und Akteuren für den Erfolg des Bundesprogramms unabdingbar ist. Welche Brücken für den Zugang zur Kita hilfreich sind, erklärte Dr. Renate Zimmer vom niedersächsischen Institut für Bildung und Erziehung (nifbe). Wichtig ist vor allem, die Ressourcen, Kompetenzen und Potenziale der Kinder und Familien in den Fokus zu rücken und Vertrauen aufzubauen. Falls dies nicht immer sofort gelingt, sollen sich die Akteurinnen und Akteure an den teilnehmenden Standorten nicht entmutigen lassen.

Am zweiten Tag ging es in vier Workshops um konkrete Fragen zur Programmumsetzung: Wie kann kulturelle Vielfalt in der Zusammenarbeit mit Familien berücksichtigt werden? Welche Impulse können multiprofessionelle Teams einbringen? Wie lassen sich Netzwerke aufbauen und was sind erste Schritte für eine interkulturelle Öffnung in die Kita und den Sozialraum? Eine erste Idee: Eine Wand oder einen Ordner mit Familienfotos in der Kita gestalten. Neue Familien lernen dadurch schnell und ohne Worte die anderen Familien kennen und fassen schneller Vertrauen.

Am Ende der zwei Tage wurde deutlich: Das gemeinsame Ziel ist es, allen Kindern bundesweit die gleichen Chancen zu ermöglichen. Mit diesem Vorsatz starten nun alle hoch motiviert und engagiert in das Bundesprogramm „Kita-Einstieg“.

Das Bundesprogramm

Mit „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ fördert das Bundesfamilienministerium bundesweit niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten. Jeder geförderte Standort erhält bis zu 150.000 Euro im Jahr. Die Kommunen nutzen die Mittel für die Finanzierung einer Koordinierungs- und Netzwerkstelle, Fachkräfte für die Umsetzung der Angebote sowie für zusätzliche Projektausgaben. Insgesamt werden von 2017 bis 2020 rund 200 Standorte gefördert.

Weitere Informationen

Über das Programm

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